Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Mehr erfahren

Dieser Ratgeber enthält Produkt-Hinweise. Die Auswahl wurde redaktionell recherchiert und verglichen.

Wissen & Herkunft

Regionale Hot-Pot-Stile im Überblick

Hinter dem Begriff Hot Pot verbergen sich mehrere eigenständige Traditionen – von feurig-würzig bis dezent und klar.

„Hot Pot" ist ein Sammelbegriff für verschiedene Traditionen des gemeinsamen Garens am Tisch, die sich in Brühe, Zutaten und Ablauf teils deutlich unterscheiden. Wer die wichtigsten Stile kennt, kann gezielter entscheiden, welche Richtung zur eigenen Tischrunde passt – oder bewusst mehrere Varianten miteinander kombinieren.

Die folgende Übersicht stellt vier bekannte Ausprägungen vor, die sich in Herkunft und Charakter unterscheiden, auch wenn sie das gleiche Grundprinzip teilen: ein köchelnder Topf in der Mitte des Tisches, in dem jede Person die eigenen Zutaten gart.

Sichuan-Hot-Pot: kräftige Mala-Brühe mit Schärfe

Der Sichuan-Stil aus der gleichnamigen chinesischen Provinz ist für seine würzige „Mala"-Brühe bekannt, die Schärfe mit einem charakteristischen, leicht betäubenden Aroma durch Sichuanpfeffer verbindet. Chiliöl, Knoblauch und verschiedene Gewürze geben der Brühe zusätzlich Tiefe. Diese Variante ist meist kräftiger als andere Stile und wird oft mit einer milden Gegenbrühe kombiniert, damit auch weniger schärfeaffine Gäste am Tisch mitessen können. Mehr zu den Abstufungen von mild bis scharf lesen Sie im Ratgeber Brühe: mild bis scharf.

Kantonesischer Hot Pot: klar und dezent

Im Süden Chinas, etwa in der Region Kanton, dominiert eine deutlich mildere Tradition: eine klare Brühe auf Basis von Knochen, Gemüse oder Meeresfrüchten, die den Eigengeschmack der Zutaten in den Vordergrund stellt statt ihn zu überdecken. Hier stehen häufig frischer Fisch, Meeresfrüchte und feine Gemüsesorten im Mittelpunkt, während kräftige Würze eher über die individuelle Dip-Sauce am Tisch hinzukommt.

Japanisches Shabu-Shabu: hauchdünnes Fleisch, klare Brühe

Shabu-Shabu ist die japanische Variante des gemeinsamen Garens am Tisch und benannt nach dem Geräusch, das entsteht, wenn hauchdünn geschnittenes Fleisch kurz durch die köchelnde Brühe gezogen wird. Die Brühe selbst bleibt meist sehr schlicht – oft nur eine Kombu-Basis aus Seetang – während der Geschmack über zwei klassische Dip-Saucen entsteht: eine auf Sesam- und eine auf Zitrus-Basis. Wie sich Shabu-Shabu vom klassischen chinesischen Hot Pot unterscheidet, erklärt der Ratgeber Hot Pot oder Fondue: der Unterschied ergänzend zum Vergleich mit Fondue.

Shabu Topf, Doppelflavor 28 cm, hotpot hot Pot Topf Edelstahl, shabu shabu Topf Shabu Hot Pot mit Trennwand, Trennwand Hotpot Topf

Shabu Topf, Doppelflavor 28 cm, hotpot hot Pot Topf Edelstahl, shabu shabu Topf Shabu Hot Pot mit Trennwand, Trennwand Hotpot Topf

27,29 €

Preis geprüft am 31.07.2026 — maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon

Preis auf Amazon prüfen

Koreanisches Jeongol: der Eintopf-Charakter

Jeongol nimmt eine Zwischenstellung zwischen Hot Pot und klassischem Eintopf ein: Fleisch, Gemüse, Pilze und oft auch Nudeln werden meist schon vorab in einer flachen Pfanne oder einem Topf arrangiert und dann gemeinsam am Tisch fertiggegart, statt Zutat für Zutat einzeln in die Brühe zu geben. Die Brühe ist dabei oft kräftiger gewürzt als beim klassischen Shabu-Shabu und nimmt eine tragendere Rolle im Geschmack ein.

Stile kombinieren statt sich festlegen

Sie müssen sich für einen Hot-Pot-Abend nicht auf einen einzigen Stil festlegen. Ein Topf mit fester Trennwand erlaubt es, zum Beispiel eine würzige Mala-Brühe und eine klare, milde Variante gleichzeitig anzubieten – praktisch, wenn die Tischrunde unterschiedliche Vorlieben mitbringt. Mehr dazu im Ratgeber geteilter Topf mit zwei Brühen. Eine Übersicht über passende Töpfe mit und ohne Trennwand für den Herd finden Sie zudem in der Kategorie Töpfe für den Herd.

Was alle Stile gemeinsam haben

Trotz der Unterschiede in Schärfe, Brühe-Basis und Zutatenauswahl teilen alle vorgestellten Stile das gleiche Grundprinzip: ein gemeinsamer, köchelnder Topf, an dem sich jede Person die eigenen Zutaten nach Belieben zubereitet. Genau dieser gesellige, entschleunigte Ablauf ist es, der Hot Pot in seinen vielen regionalen Ausprägungen so beliebt macht – unabhängig davon, ob die Brühe mild oder feurig ausfällt.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Hot-Pot-Stil eignet sich am besten für Einsteiger?
Eine klare, milde Brühe im kantonesischen Stil ist ein guter Einstieg, da sie den Eigengeschmack der Zutaten in den Vordergrund stellt und sich die Schärfe später über Dip-Saucen individuell nachrüsten lässt.
Kann ich mehrere Stile an einem Abend kombinieren?
Ja, ein geteilter Topf mit Trennwand ist dafür genau gemacht: Auf der einen Seite eine würzige Mala-Brühe, auf der anderen eine milde, klare Variante. So muss sich niemand am Tisch festlegen.
Braucht jeder Stil eine eigene Ausrüstung?
Nicht zwingend. Ein Topf mit Trennwand deckt die meisten Brühe-Kombinationen ab. Für Shabu-Shabu wird traditionell eher hauchdünn geschnittenes Fleisch verwendet, was sich aber auch mit gewöhnlichem Hot-Pot-Equipment umsetzen lässt.